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Dr. med. Thomas Quak
Arzt für Homöopathie |
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Hausapotheke – LYCOPODIUM CLAVATUM (Lyc.) |
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| Lycopodium ist, neben Sulph.,
Calc. und einigen anderen, eines der meistgebrauchten
Arzneimittel (Polychrest) in der Homöopathie. Wenn
es angezeigt ist, heilt es alle Arten von Beschwerden. Besonders
passt es für Leberbeschwerden (chronische Hepatitis), Nieren-
und Blasenleiden (Zystitis, chronische Zystitis und Pyelonephritis),
Steinleiden der Niere, Arthropathien (Coxarthrose, Gicht) und für
Lungenerkrankungen (z.B. Pneumonie). |
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| Charakteristisch
für Lycopodium ist seine Rechtsseitigkeit (das Gegenteil
von Lach.). Die Beschwerden erscheinen nur
auf der re. Seite oder sie wandern von re. nach li. Halsschmerzen
sind re., bei Nierenerkrankungen ist die re. Niere betroffen, Ischias
auf der re. Seite usw. |
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Auch die Zeit der Verschlimmerung ist
typisch: Egal was der Patient hat, ihm geht es schlechter zwischen
16 und 20 Uhr. |
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Lycopodium hat auch eine sehr charakteristische
Wirkung auf die Verdauung. Es erzeugt
sehr viele Blähungen. Der Unterbauch ist stark aufgebläht
und der Patient erträgt die Kleidung nicht auf dem Bauch. Dies
alles wird deutlich verschlechtert durch blähende Speisen wie
Bohnen, Kohl oder Erbsen. Auch Zwiebeln sowie Austern werden schlecht
vertragen und erzeugen alle möglichen Beschwerden. Beim Essen
ist der Magen schon nach dem ersten Bissen übervoll. Es besteht
ein Verlangen nach süßen Speisen. Auch nach warmen Speisen
und Getränken verlangt der Patient, da ihm diese gut tun (zum
Beispiel werden Halsschmerzen durch warme Getränke gebessert),
kalte Nahrungsmittel sind schlecht für ihn. |
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Die erkrankten Körperteile
des Lycopodium-Patienten sind empfindlich (zum Beispiel die
Lebergegend). Die Beschwerden sind besser, wenn die leidenden Partien
abgedeckt sind, was ganz besonders auf Kopfschmerzen zutrifft (im
Gegensatz dazu heilt Sil. Kopfschmerz besser
durch Einhüllen). |
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Obwohl Lyc. eher frostig ist und die meisten
Symptome durch warme Anwendungen gebessert werden, hat der Patient
ein großes Verlangen sich im Freien aufzuhalten. |
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Schon beim Betrachten
des Patienten findet man Hinweise auf Lyc. als Heilmittel:
Der Kranke ist abgemagert und hat einen aufgeblähten Unterbauch.
Manchmal schreitet die Abmagerung von oben nach unten fort. Das Haar
wird schon in jungen Jahren grau. Das Gesicht sieht alt und runzelig
aus. Typisch sind fächerartige Bewegungen der Nasenflügel
und Stirnrunzeln bei Lungenerkrankungen wie Lungenentzündung.
Insgesamt ist bei Lycopodium der Geist besser
als der Körper entwickelt, Kinder haben gut entwickelte,
wohlgeformte Köpfe, aber einen kleinen, kränklichen Körper. |
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Der Lycopodium-Patient ist
mürrisch und zornig, besonders morgens nach dem Erwachen.
Kinder schlagen dann mit den Füßen um sich. Er ist diktatorisch
und er ist ein Geizhals. |
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Er will allein sein,
es ist ihm aber angenehm, wenn sich im Nebenzimmer jemand aufhält.
Es kommt aber auch Furcht vor dem Alleinsein vor. Andere
Ängste sind: Furcht vor Menschen, vor Menschenansammlungen,
vor Dunkelheit, vor dem Tod, vor Geistern und Gespenstern. Es gibt
auch Furcht vor Gewitter (wie bei Phos.)
oder aber der Patient ist bei Gewitter besonders fröhlich. Frauen
sind vor den Menses reizbar oder traurig (Sep.).
Ein besonderer Zug mancher Lycopodium-Patienten ist, dass sie weinen,
wenn ihnen gedankt wird. |
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Außer den bisher aufgezählten
Symptomen gibt es noch viele andere, die für Lycopodium charakteristisch
sind und von denen nun einige folgen: Wie Sulph.
(und einige andere) heilt es Haarausfall nach der Entbindung. Im Schlaf
sind die Augen halb geöffnet. In der Dämmerung oder in der
Dunkelheit ist die Sehkraft vermindert (Nachtblindheit). Der Ohrenschmalz
ist stark vermehrt. Kinder lutschen an ihren Daumen. Das Zahnfleisch
blutet beim Zähneputzen. Lyc. heilt Leistenhernien (auch bei
Kindern). Leberschmerzen erstrecken sich zum Rücken. Die Regel
der Frau kommt zu früh und fließt sehr stark. Trockener,
quälender Husten bei abgemagerten Jungen. Wie bei Phosphor
gibt es Brennen zwischen den Schulterblättern. Ein Fuß
ist heiß, der andere kalt. Schweiß überall, außer
an den Beinen, den Oberschenkeln oder den Unterschenkeln. |
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